366 devotional readings that will unlock the secret power to

Abiding In Christ

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Ruf Zum Gehorsam #228

" Glückselig die Sanftmütigen.

Sie werden das Land erben." Matth. 5 Vers 5

" Ich bin... ein zerbrochenes Gefäß."

" Ich bin vergessen in ihrem Herzen wie ein Toter; ich bin geworden wie ein zerbrochenes Ge-fäß." Ps. 31, 13

Wenn Du wissen willst, warum Jesus nicht nur der Sohn Gottes, sondern auch der Sohn Davids genannt wird, so findest Du die Antwort in dieser Schriftstelle. Wenn Du wissen möchtest warum Gott David einen Mann nach seinem Herzen nannte, so findest Du die Antwort in dieser Schriftstelle. Wenn Du wissen willst, warum Davids Psalmen seit Tausenden von Jahren für Millionen Heilige lieblichsten Wohlgeruch und feinstes Balsam Gileads hervorgebracht haben findest Du die Antwort in dieser Schriftstelle (Matt.1,1, Apg. 13, 22).

„Ich bin...ein zerbrochenes Gefäß." Gott sucht unentwegt nach „zerbrochenen Gefäßen", „ge-brochenem Brot" und „ausgegossenem Wein" im Wesen seiner Kinder.

David ist der zerbrochenste Mann im ganzen Alten Testament. Jesus ist der zerbrochenste Mann der Evangelien und Paulus der zerbrochenste Mann der Apostelbriefe.

Menschen, die es ablehnten von Gott zerbrochen zu werden wurden zu nichts anderem als elenden Schiffswracks in der Geschichte der Kirche, ihr Dienst endete immer mit ihrem Grabstein. Je zerbrochener wir hingegen sind umso mehr kann Gott mit uns tun. Gottes Wege mit uns und sein Handeln durch uns haben kaum etwas, vielleicht sogar gar nichts mit unserer Erziehung, unseren finanziellen Mitteln, unseren Kirch-eneinrichtungen oder unserer Blutsverwandschaft zu tun. Alles was für Ihn zählt ist unsere Zerbrochenheit.

Dies wird so bezeichnend im Gleichnis der „Speisung der 5000" deutlich. Wie antwortest Du, wenn ich Dich frage: Hätten dieselben fünf Brote und zwei Fische auch für die Sättigung von 10.000 Menschen gereicht? Wären alle satt geworden? Wie, wenn es sich um 100.000 oder eine Millionen Menschen gehandelt hätte? Hätten Jesus auch dann noch dieselben fünf Brote und zwei Fische ausgereicht oder hätte Er, um alle zu speisen, sich mehr Brote und Fische geben lassen?

Wie klar wird es Dir, daß das, was Gott einmal zerbrochen hat, für ihn zur unbegrenzten Möglichkeit geworden ist? Gott hatte einen zerbrochenen Sohn, einen Knaben, der bereit war sein Essen herzugeben und gebrochenes Brot; und wir alle ernähren uns heute noch, fast 2.000 Jahre später, von dieser Zerbrochenheit,.

Wir wollen uns die Zeit nehmen und das Leben der drei zerbrochensten Männer der Heiligen Schrift im Einzelnen betrachten, von deren bleibender Frucht wir uns auch jetzt noch reichlich nähren können.

Mag uns hierbei aufgehen, jeder dieser Diener besaß das Geringste dieser Erde, aber den Größten Schatz im Himmelreich.

David galt als ein Zwerg. Als schwächster, kleinster und nutzlosester Nachzögling im Haufen der acht Söhne Jesses schien er für nichts zu gebrauchen, für nichts gut genug, außer Schafe zu hüten. Dieses trieb ihn zu Gott.

Später wählte Gott ihn, gegen jedes menschliche Dafürhalten und gegen jede menschliche Weisheit, zum König. Doch es dauerte nicht lange, bis David herausfand, dass sich sein Königtum von dem jedes an-deren Königs in Israel zu unterscheiden hätte. Er würde ein flüchtender König sein!

Zunächst wurde David fast sieben Jahre lang wie ein wildernder Hund von König Saul gejagt, und lebte in dieser Zeit in kalten Höhlen. Später wiederum wurde er etwa ein weiteres Jahr lang von seinem eigenen Sohn Absalom verfolgt. David wurde angelogen, oftmals von vielen seiner Freunde verraten und verlassen, die dann zu seinen Feinden wurden. Während dieser Zeit beging er dann Ehebruch und Mord, Sünden, an denen er ein Leben lang litt und deren Konsequenzen er zu tragen hatte.

Sehen wir der Tatsache einmal ins Auge: Kaum ein ausgebildeter Theologe seiner Zeit hätte Davids Zukunft auf ein geistliches Amt die geringste Chance gegeben. Kein Komitee, das Kandidaten aussondert, die Aussicht auf geistliche Leitung haben, hätte ihm Aufmerksamkeit geschenkt. Er wäre ihnen bestenfalls als Schiffswrack aufgefallen, das den Hafen des „Erfolges" verpaßt hatte. Hingegen rühmen ihn die Evangelien als "Vater Jesu", geistlich wie auch im Sinne der Königsherrschaft.

Trotz und gerade deswegen wurde David zur größten, zur einflußreichsten Person , die wir im ganzen Kanon des Alten Testamentes finden. Er lebte im Zeitalters des Gesetzes und nahm darin demütig dessen Schuldsprüche an. Er lehnte es ab in dem Zeitalter des Gesetzes zu sterben nur um in dem kommenden Zeitalter der Gnade umso mächtiger aufzuerstehen; einfach indem er zu dem wurde, was jeder von uns für Gott werden soll: Ein zerbrochenes Gefäß. David war ein zerbrochenes Gefäß!

Jesus Schon von früh auf war Jesus in seinem Leben zerbrochen, „gebrochenes Brot und vergossener Wein". Sein Herz wurde schon sehr früh gebrochen, alleine schon deshalb, weil er ganz göttlich war und ganze Menschlichkeit anziehen mußte, um unter uns, Sünde und Sündern zu leben. Die Fehleinschätzungen und Fehlanklagen dieser Welt gegen ihn brachen ihn dann weiterhin solange er lebte. Er wurde nicht allein wegen seiner Eßgewohnheiten verurteilt, der Gesellschaft, in der er sich bewegte und der Wahrheit, die er le-hrte. Nein, von seinen eigenen Freunden und seiner eigenen Familie wurde sein Geisteszustandes in Frage gestellt (Markus 3, 20-21, 31). Sie hatten es nicht bemerkt, daß der Gott Israels persönlich drei Jahrzehnte lang unter ihnen gelebt hatte.

Jesus, der heiligste Mensch in der Menschheitsgeschichte, verurteilt als die schlimmste Person in der Hebräischen Geschichte, starb einen schändlichen und schmerzvollen Tod. Wir wissen von ihm: Er schrieb keinen Brief, ernannte niemanden zum Berichterstatter, gründete kein Komitee und stellte keinen Terminplan auf, den man einhalten muß. Keine Versammlung kündigte er im Voraus an, er machte nie für eine Organisa-tion Werbung oder trat einer bei, und er hinterließ auch kein Handbuch, anhand dessen seine Jünger wüßten, wie sie weiter zu verfahren hätten. Er tat durch sein Handeln alles, was gegen den Rat menschlicher Weisheit und menschlichen Erfolges steht, aber wurde - weil er zu einem zerbrochenen Gefäß wurde - zum Urheber und Vollbringer der Errettung all derer die glauben. Jesus war ein zerbrochenes Gefäß!

Nein, wenn wir den weltweiten und bis heute anhaltenden Segen, den David und Jesus durch ihr Leben hervorgebracht haben, verstehen wollen, so können wir nichts, und wirklich nichts anderes dafür geltend ma-chen, als daß sie zerbrochene Männer waren. Und so war es auch mit Paulus.

Paulus Die Bekehrungserfahrung von Paulus begann mit seiner schlagartigen Erblindungeine Er-blindung, von der er annehmen mußte, lebenslang leiden zu müssen.

Freund, mit den von Gottes Hand erlesensten und ergebensten Männern vergeudet der Herr nicht viel Zeit um sie zu brechen, um sie dann wieder zu brechen, um sie dann wieder zu brechen, solange bis in ihnen nichts mehr übrig ist von den Dingen dieser Welt und von den von Menschen gemachten religiösen Systemen und Methoden.

Als sein Augenlicht wieder hergestellt war wurde er erneut gebrochen als er vom Argwohn der geister-füllten Kirche in Jerusalem getroffen wurde. Er trat zu mutig auf und wurde nicht zuletzt zum Selbstschutz zurücknach Tarsus gebracht, wo sein Elternhaus war. Ich brauche Dir nicht näher zu sagen, wie ihn die Kirche eine ganze Armlänge von sich weg auf sicherer Distanz hielt, um ihn Zu-guter- Letzt ganz zu verstoßen. Sie ließ ihn, kalt, nackt und hungrig, so zurück, daß er sich sein Brot durch Zelte machen verdienen mußte; nur um ins Gefängnis zu kommen, und um wieder ins Gefängnis zu kommen, um dort durch Enthauptung zu sterben. Auf seinem Grabstein könnte stehen, „und ich bete für euch Tag und Nacht unter Tränen ". Paulus war ein zerbrochenes Gefäß!

Bist Du ein zerbrochenes Gefäß ?

Wenn in unserem Herzen irgendwo noch etwas da ist von Stolz, Kritiksucht, berechnendem Denken, Ärger und Ablehnung, wenn noch Bitterkeit, Eifersucht, Eigensinn oder Ungeduld; wenn noch Wettbew-erbsdenken, Unaufrichtigkeit oder Weltliebe in uns zu finden sind, sind wir noch keine zerbrochenen Gefäße. In keinem dieser drei zerbrochensten Männer der Bibel können wir diese Merkmale wiederfinden.

Diese drei Männer – David, Jesus und Paulus – wurden hierdurch auch niemals zu Spielfiguren oder Robotern eines religiösen Systems, das versucht sie in Programmen zu versklaven oder in einen Lebensstil zu halten, der zur Folge hat, nur dann Gott zu dienen und zu loben, wenn auch gemeinschaftlicher Gottesdienst geplant war. Diese drei Großen der Bibel beteten Gott an jedem Tag ihres Lebens.

Vielmehr war es ihre tatsächliche Lieblingsbeschäftigung, ihre größte Freude und Entspannung, alleine mit Gott zu sein. Wenn sie zum Vater kamen war es nicht nur deswegen, um etwas Bestimmtes von Ihm ha-ben zu wollen, sondern um zu etwas Besserem gemacht zu werden; den einen zu lieben und anzubeten, in dessen dauernder Gemeinschaft sie blieben. Sie taten nichts ohne ihn und mit ihm taten sie alles.

O, lieber Freund, bist Du ein zerbrochenes Gefäß? Oder bist Du so religiös mit Programmen beschäftigt und jagst Kalendern hinterher, daß Du, wenn Du Dich danach mit Mitchristen triffst, nichts mehr in Dir hast, um von Deinem Jesus zu sprechen, stattdessen nur noch davon, was Du für ihn getan hast? Hat Dein Ehepartner in den letzten 20 Jahren gesehen wie Du Dich kontinuierlich von Herrlichkeit zu Herrlichkeit verändert hast? Oder lebt er oder sie immer noch mit derselben alten Person, die heute noch die gleichen Ei-genarten und Angewohnheiten an sich hat wie damals? Ist Dein Herz kalt und sind Deine religiösen Schritte mechanisch geworden?

Ja, es ist wahr, unsere Welt geht unter - nicht etwa weil christliches Fernsehen oder Radio fehlt, nicht aus Geldmangel für Evangelisation und Mission, nicht weil unsere religiöse Maschinerie noch besser oder noch größer werden müsste – sondern weil zerbrochene Menschen fehlen.

O, ich flehe Dich an, aus dieser religiösen Maschinerie auszubrechen. Fliehe hin zu den Füßen Jesu und bleibe da bis aus dem alten Menschen ein neuer Mensch geworden ist, bis aus dem verbrauchten Men-schen ein erfrischter Mensch wird, bis dieser von Jesus entfremdete Mensch wieder zu dem anderen wird, der von Jesus ausgefüllt ist! Wirst Du bereit sein, Dich von jeder Geschäftigkeit frei zu machen, zu Jesu Füßen zu warten, auf den Vater, den Sohn den Heiligen Geist zu schauen und sein köstliches Wort zu betrachten?

Bist Du bereit, dich dem Suchscheinwerfer seiner Liebe so auszusetzen, daß noch verborgene flei-schliche Eigenarten deines Herzens enthüllt werden, die dich seit Jahren daran hinderten, seine Stimme zu hören und Anweisungen zu bekommen? Bist Du jetzt bereit wochen-, monate- und vielleicht auch jahrelang so auf Gott zu warten, bis Gott in Dir in der Lage ist herauszunehmen, was seinen Heiligen Geist in Dir noch be-hindert? Alles was Ihn in Dir noch entstellt, abschreckt, schmerzt und zerschlägt, alles was Ihn noch betrübt? Wirst Du der sein, der dem Selbst gegenüber und der Welt abgestorben ist und ein zerbrochenes Gefäß?


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