Ruf Zum Gehorsam #329

Unsere Liebe zu Gott ist niemals größer

Als unser Hass auf die Sünde.

EIN ERNSTHAFTER APPELL FÜR RELIGIÖSE LEIDENSCHAFT

von Reimar Schultze

Einmal klagte eine Frau ihrem Mann ihren Kampf mit dem Übergewicht. Er antwortete ihr nur ganz ruhig; „ Du wirst es niemals verlieren und davon frei bleiben bis du es mit Leidenschaft hassen wirst“.  Es gibt Dinge in unserem Leben, die werden, wir nicht los werden solange wir sie nicht mit Leidenschaft hassen.

 Sie müssen Sünde mit einer Leidenschaft hassen. Sie müssen sie hassen, wie Gott sie hasst. Sie müssen sehen, dass Gottes Hass auf Sünde nicht nur eine kühl-gesonnene Einstellung war, sondern ein heißer, leidenschaftlicher Eifer gegen sie. Jesus kam um Sünde zu zerstören. Werden Sie mit Ihm zusammenarbeiten, damit sie dieses auch in Ihrem Leben erledigen?

Im Psalm 2 lesen wir über Könige der Erde, die gegen unseren lieben Herrn Jesus stehen. Dort Gott zu Jesus: "Du sollst sie mit eiserner Stange zerschlagen; wie Töpfe sollst du sie zerschlagen" (Vers 9). Verstehen sie dies? Findet sich hier denn irgendein Ausdruck, oder auch nur ein geringster Hinweis, den wir aus der Lehre kennen von "Gottes Liebe zu den Sündern"? Erzählen Sie es mir, aber seien sie bitte ehrlich dabei. Hören sie auf hier nach etwas von der "Liebe Gottes" zu suchen, was nicht da ist.

Das ist tatsächlich eine für viele Christen von heute verloren gegangene Tatsache: Gott liebt die Heiligen und die Sünder alle gleich. Aber Er liebt den Heiligen ohne zeitliches Ende, aber der Zugang des Sünders zur Liebe Gottes endet da, wo der Kelch seiner Ungerechtigkeiten voll ist. Jeder Mann und jede Frau, die das Blutopfer unseres Herrn Jesus als ihre Sühne zurückgewiesen haben, werden Gott einmal im Gericht, nach dem Tod, begegnen. Gott wird ihn dort wegen seiner Sünde mit der Leidenschaft hassen, mit der er ihn vor seinem Tod liebte.     " Denn wir kennen den, der gesagt hat:" Mein ist die Rache, ich will vergelten, spricht der Herr". Und wiederum: " Der Herr wird sein Volk richten". Es ist furchtbar, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen! (Hebräer 10:30, 31). Nein, hier ist keine Liebe mehr. Vor Gericht verwandelt sich diese reine Liebe in reinen Hass, um den Sünder dem ewigen Verderben zu überliefern „ wo der Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht verlöscht“ (Markus 9, 44, 46, 48). Freund, sie müssen die Sünde mit Leidenschaft hassen oder sie werden an diesen schrecklichen Ort kommen, der kein Entrinnen kennt.

Weil Jesus den höchsten Preis bezahlte, um uns von Sünde zu erretten und zu bewahren, deshalb werden diejenigen, die Sein großes Heil abweisen, die höchste, unvorstellbare Strafe erhalten. Ich hörte, dass man sagt, „Pastor, diese kleine Sünde kann doch nicht so schlimm sein?“ Meine Antwort lautet: Freund, sie ist viel schlimmer als Du denkst. Wir müssen von dieser schrecklich gleichgültigen Einstellung gegenüber der Sünde befreit werden. Mag ihnen jede Sünde wie der schrecklichste Gestank in ihrer Nase stechen. Paulus leitet uns an, selbst „uns des Bösen in jeder Gestalt zu enthalten“ (1. Tessalonicher 5, 22).

Bemerke, es gibt ein totales Gleichgewicht in der Wirtschaft geistlicher Physik: Das Negative kommt dem Positiven an Wert gleich. Die unendliche Liebe auf der einen Seite wird von dem unendlichen Zorn auf der anderen aufgewogen. Die Ewigkeit des Himmels wird mit einer Ewigkeit der Hölle erwogen. Einige Menschen wollen an eine kurzfristige, provisorische Hölle glauben. Welcher Quatsch! Wenn Sünder nicht schlimm genug sind, um in der Hölle eine Million Jahre zu sein, wie könnten Heilige dann gut genug sein, um eine Million Jahre im Himmel zu sein? Gott ließ alles erwogen sein. Seine Gesetze sprechen vom Gleichgewicht. Es gibt bei ihm keinen Schiefstand. 

„Mit einem eisernen Zepter wirst du sie zerschmettern, wie ein Töpfergefäß sie zerschmeißen“ Psalm 2, 9. Das ist ein Bild völliger Gewalt. Der Töpfer ist Jesus, das Zepter ist Sein Urteil. Das Gefäß ist irgendjemand, der Sünde liebt und den Gesalbten zurückweist. Ein Töpfer muss nicht ein Zepter nehmen, um ein Gefäß zu zerbrechen. Er könnte es ebenso unbemerkt vom Tisch fallen lassen. Er könnte einen Stock benutzen, und ihm damit einen kleinen Schlag geben. Aber nein, er wählt hier ein hartes Zepter aus Metall, um das Gefäß mit ganzer Kraft und immerfort in Scherben zu zerschlagen. Sehen sie den Geist der Leidenschaft darin? Wir müssen Sünde mit einer ähnlich heftigen Leidenschaft hassen.

Das Maß, in dem wir Gott lieben ist auch das Maß, in dem wir die Sünde hassen. “Und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben aus deinem ganzen Herzen und aus deiner ganzen Seele und aus deinem ganzen Verstande und aus deiner ganzen Kraft. (Markus 12, 30, Lukas 10, 27) Dies gleicht ebenso der Umkehrung: die Sünde hassen von ganzem Herzen, ganzer Seele, Verstand und Kraft. Wenn sie Sünde in ihrem Herzen noch dulden, lieben sie Gott nicht.

Es ist interessant zu beobachten, dass der eiserne Stab in Offenbarung 2, 27 wieder auftaucht. Hier haben diejenigen, wie Jesus, die die Sünde und das Selbst überwinden, eiserne Stäbe, um das Böse mit gleicher Leidenschaft wie unser Herr zu bestrafen. Der Diener, wie der Meister.

Nun wollen wir betrachten, wie sich Zorn gegen die Sünde im Leben mehrerer Gestalten der Bibel ausgestaltete. Zuerst schauen wir, wie Jesus die Geldwechsler in Johannes 2:13-17 hinauswirft. Man kann es auf leichtere Weise tun als wie es hier beschrieben wird. Warum gab Jesus nicht den Tempelwachen im voraus Mitteilung, dass sie die Geldwechsler zu entfernen haben? Wäre das nicht der Weg der Liebe, Bereitwilligkeit und anständiger Manieren gewesen? Gibt es nicht einen Raum für diplomatische Bemühung in solchen peinlichen Situationen? Wenn es die Sünde betrifft, so ist die Antwort einfach nur: Nein! Wenn es den Umgang mit Ungerechtigkeit betrifft, so müssen alle Regeln der Höflichkeit hinausfliegen. " Und machte eine Geißel aus Stricken und trieb sie alle zum Tempel hinaus samt den Schafen und Ochsen und verschüttelte den Wechslern das Geld und stieß die Tische um und sprach zu denen, die die Tauben feil hatten: tragt das von dannen und macht nicht meines Vaters Haus zum Kaufhause!“ (Johannes 2, 15, 16). Als sie das hörten und sahen, zitierten Jesu Jünger Psalm 69, 9, "Denn der Eifer um dein Haus hat mich gefressen. Es verbrauchte Seine ganze Energie. Freund, was verspeist sie? Was verbraucht Sie?

Nun zu Moses. Erinnern Sie sich, dass, während er auf dem Berg war und das Gesetz Gottes empfängt, die Kinder Israels sich unten ein goldenes Kalb machen, um es anzubeten? Wie war die Antwort von Moses? Hier ist sie, "... und nahm das Kalb, das sie gemacht hatten, und zerschmelzte es mit Feuer und zermalmte es zu Pulver und stäubte es aufs Wasser und gab's den Kindern Israel zu trinken. (2. Mose 32, 20).  Er kannte in dieser Situation keinen Ton und keine Spur von Gnade. Hätte nicht Mose, der sanftmütigste Mensch auf dieser Erde, das Kalb einfach nur zerbrechen können? Konnte er nicht das Gold wieder verwenden, nachdem er es geschmolzen hatte? Wir erkennen in Moses denselben gründlichen Geist, den Jesus im Tempel hatte. Tatsächlich ging Gottes Zorn weiter als der Zorn von Moses. Gott wollte mehr, als sie nur den Goldstaub trinken zu lassen, Er plante sie allesamt zu töten (5. Mose 9, 14)!

Wie fühlen sie sich über die Sünde in der Tiefe ihres Herzens? Gibt es einige Sünden, die sie heimlich in ihrem Herzen verwöhnen? Eine moderne Parallele zu dem Goldenen Kalb könnte Ihr Fernsehgerät sein. Wenn es ein Idol für Sie wurde, würde Moses es Sie nehmen lassen, verbrennen, zu Pulver mahlen, in ein Gefäß Wasser tun und trinken lassen.

Ein drittes Beispiel ist der fromme König Josia. Er vernichtete jeden Überrest der Korruption, die es in seinen Tagen gab. Mit 20 Jahren säuberte er Jerusalem und Juda. „Und er ließ vor sich abbrechen die Altäre der Baalim, und die Sonnensäulen obendrauf hieb er ab, und die Ascherabilder und Götzen und gegossenen Bilder zerbrach er und machte sie zu Staub und streute sie auf die Gräber derer, die ihnen geopfert hatten, und verbrannte die Gebeine der Priester auf ihren Altären und reinigte also Juda und Jerusalem“ (2. Chronik 34, 4,5). Er verbot nicht nur den Götzenkult, er zerbrach Altäre, Kultbäume, Höhen und Bilder. Er machte sie zu Staub und streute diesen über die Gräber der Götzendiener. Er ging sogar soweit die Knochen der abgöttischen Priester auszugraben und zu verbrennen, um die Erinnerung an sie zu entehren.

Sind Sie bereit, Ihre Sünden zu nehmen, ihnen die Macht zu nehmen, sie zu Pulver zu mahlen, sie zu Staub zu schlagen? Ich weiß, dass dazu das Blut Jesu nötig ist, um Gnade zu vermitteln um zum Ziel zu kommen, aber ich spreche über eine Einstellung, die wir brauchen. Ich spreche über eine Leidenschaft, einen Eifer, den wir brauchen, die dieser unseres Herrn ähnlich sind.  Oh mein Freund, es wurde von Jesus gesagt, dass der Eifer des Herrn Ihn aufaß. "  Denn er zieht Gerechtigkeit an wie einen Panzer ... und zieht sich an zur Rache und kleidet sich mit Eifer wie mit einem Rock“ (Jesaja 59, 17).

Ihre Liebe zu Gott ist nicht größer als Ihr Hass gegen die Sünde.

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